Die polnische Botschaft lud zu einer Podiumsdiskussion über das Thema „Solidarność. Die unvollendete Geschichte der europäischen Freiheit" ein, um an die Gründung der ersten unabhängigen Gewerkschaft des damaligen Ostblocks im August 1980 zu erinnern. Moderiert von Małgorzata Gemen von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin beteiligten sich daran Jan Tombiński, Geschäftsträger der Republik Polen in Deutschland, Basil Kerski, Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig, und der Berliner Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk. Missionschef Tombiński, der aus Krakau stammt, hob die starke Wirkung hervor, die der erste Besuch des polnischen Papstes Johannes Paul II. in seiner Heimat hatte. Sein Auftritt im Juni 1979 habe ganz entscheidend dazu beigetragen, dass viele Polen die Angst vor den kommunistischen Machthabern verloren, so Tombiński. Kowalczuk zeigte sich überzeugt davon, dass ohne den Erfolg der Gewerkschaft Solidarność die Berliner Mauer nicht gefallen wäre. Am 31. August 1980 wurde in Danzig ein Abkommen zwischen den streikenden Arbeitern und der damaligen Regierung unterzeichnet, das die Gründung von Solidarność besiegelte. In kurzer Zeit hatte die unabhängige Gewerkschaft rund 10 Millionen Mitglieder. (fs)
Foto (von links): Jan Tombiński, Basil Kerski, Ilko-Sascha Kowalczuk, Małgorzata Gemen
2025-08-21
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