Weltpolitik in Antalya

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Zum mittlerweile fünften Mal lud die Regierung der Republik Türkiye unter der Schirmherrschaft von Präsident Recep Tayyip Erdoğan zum Antalya Diplomacy Forum in die bekannte Urlaubsdestination an der türkischen Mittelmeerküste ein. Über 6.400 Gäste aus 150 Ländern und 66 internationalen Organisationen folgten der Einladung, darunter 23 Staats- und Regierungschefs sowie über 50 Minister. Unter dem Titel „Mapping Tomorrow, Managing Uncertainties“ wurden geopolitische wie regionale Konflikte und eine Vielzahl von Teilbereichen der Diplomatie, darunter Wirtschafts-, Wissenschafts-, Kultur- und öffentliche Diplomatie auf hochrangig besetzten Panels diskutiert. Die zunehmende Fragmentierung und Polarisierung der internationalen Beziehungen sowie der sich daraus ergebenden strategischen Rivalitäten soll aus türkischer Perspektive eine Plattform des Dialogs und der konstruktiven Verständigung entgegengesetzt werden. In der von Ali Aslan moderierten Eröffnungszeremonie sprachen der türkische Außenminister und Gastgeber Hakan Fidan sowie Präsident Erdoğan über die Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Sicht ihres Landes.

In den zahlreichen Panels und bilateralen Gesprächen des Forums wurde deutlich, dass Türkiye zunehmend den Anspruch erhebt, nicht nur Gastgeber, sondern auch aktiver Vermittler in einer sich wandelnden Weltordnung zu sein. Insbesondere im Kontext der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie wachsender Spannungen im Indopazifik präsentierte sich Ankara als Akteur, der Kommunikationskanäle offenhält, wo andere diese abgebrochen haben. Diese Rolle als „Brückenbauer“ zwischen verschiedenen geopolitischen Lagern wurde von vielen Teilnehmern ausdrücklich gewürdigt. Dabei verfolgt Türkiye erkennbar einen pragmatischen Ansatz, der weniger ideologisch geprägt ist als vielmehr von der Idee multipolarer Stabilität und strategischer Autonomie getragen wird.

Text: Urs Unkauf


Venezuela-Abend im Internationalen Club

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Nach der Entführung des Machthabers Nicolás Maduro durch die USA am 3. Januar 2026 geriet Venezuela erneut in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Angesichts dieser Aktualität lud der Internationale Club im Auswärtigen Amt (ICAA) seine Mitglieder zu einem Hintergrundgespräch über die aktuelle Situation in Venezuela ein. Botschafter a.D. Dr. Axel Berg konnte hierzu über 50 interessierte Gäste zu einem hochkarätig besetzten Panel begrüßen. Dr. Erik Becker Becker (rechts), der von 1994 bis 2002 als Botschafter Venezuelas in Deutschland amtierte, gab Einblicke in die politische Entwicklung seines Landes, die durch persönliche Anekdoten wie die durch ihn begleiteten drei Besuche von Präsident Hugo Chávez in Deutschland, angereichert wurden. Dr. Humberto Cedeno-Vásquez (links), Rechtsanwalt und Energieexperte, erläuterte die wirtschaftliche Dimension der aktuellen Entwicklungen des Landes mit den weltweit größten Erdölreserven. Eine historische Einführung in die amtlichen Beziehungen Venezuelas zu Deutschland gab der Diplom-Politologe und Diplomatieforscher Enrico Seewald von der Freien Universität Berlin. Durch den Abend führte Urs Unkauf (Mitte), Generalbevollmächtigter für Außenbeziehungen des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA). Im Anschluss an die 90-minütige Diskussion konnten die Gäste den Abend in den Clubräumlichkeiten des ICAA ausklingen lassen.


"Königstag" in niederländischer Botschaft gefeiert

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Am 23. April wurde in der Berliner Botschaft des Königreichs der Niederlande anlässlich des Nationalfeiertags wieder der traditionelle „Königstag“ zünftig gefeiert. Botschafterin Hester Somsen (Foto) hatte in ihren Grußworten die nunmehr seit 75 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen ihres Heimatlandes mit Deutschland gewürdigt. Mit dabei auch Herr Staatsminister Gunther Krichbaum, der im Namen der Bundesregierung gratulierte. Wenige Tage zuvor war Ihre Exzellenz Frau Somsen Ehrengast des 24. Potsdamer Tulpenfestes und konnte sich auch hier über die eindrucksvoll gelebte Freundschaft beider Nachbarländer freuen.

Text und Foto: Hans-Peter Gaul


Rasen-Diplomatie

Von Rainer Schubert

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„Diplomatie gewinnt“ – das wäre gewiss eine wünschenswerte Überschrift gewesen. Noch hat sie sich nicht erfüllt, jedenfalls nicht beim ersten Match der neu gegründeten Fußball-Elf Embassy FC. 

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“Germany is a Key Country for us”

Von Rainer Schubert

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This year, Brazil is the partner country of Hannover Fair, the world’s biggest technology trade fair. What does that mean for Brazil and what is Brazil’s industrial strength? BUSINESS & DIPLOMACY talked to Ambassador Rodrigo de Lima Baena Soares about these topics, about Brazil’s place in a disruptive world and the effect of the EU-Mercosur Free Trade Agreement 

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"Ostasiatisches Liebesmahl" mit Vizepremier aus Singapur

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Zum traditionellen "Ostasiatischen Liebesmahl" des Ostasiatischen Vereins (OAV) in Hamburg sind mehr als 250 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie zusammengekommen. Vor der exklusiven Abendveranstaltung fand eine zweitätige Konferenz unter dem Titel OAV Business Forum Asia-Pacific 2026 mit einer Reihe von Fachveranstaltungen zu wirtschaftspolitischen Themen der Asien-Pazifik Region statt. Der Vorsitzende des OAV, Dr. Arnd Nenstiel, verwies in seinem Vortrag auf die veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen für den Welthandel. Die Handelsarchitektur der EU mit dem asiatisch-pazifischen Raum müsse vertieft werden, betonte Nenstiel. Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur könne nur der Anfang sein. Diesjähriger Ehrengast war der Vize-Premierminister und Minister für Handel und Industrie von Singapur, Gan Kim Yong. Singapur und Deutschland sollten als gleichgesinnte Partner ihre langjährigen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen, um in einer zunehmend unsicheren Welt relevant, widerstandsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärte der Vize-Premier.

Foto: Christian Kruppa


Frühlingsempfang

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Das Deutsch-Aserbaidschanische Forum (DAF) lud zum Frühlingsempfang in die QGallery Berlin ein. Den Auftakt bildete die Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des DAF, Urs Unkauf, der die Bedeutung des Forums als Plattform für den Dialog zwischen Deutschland und Aserbaidschan hervorhob. In seiner Ansprache unterstrich er das Ziel, die Aktivitäten des Forums weiter zu intensivieren sowie konkrete Projekte und Initiativen aus Aserbaidschan in Deutschland sichtbar zu machen. Michael Schumann, Vorsitzender des Kuratoriums des DAF und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), betonte in seinem Grußwort die wachsende wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung des Südkaukasus sowie die Rolle des Forums als Brücke der Verständigung zwischen beiden Ländern. Einen inhaltlichen Impuls setzte Botschafter a.D. Dr. Wolfgang Manig, der von 2019 bis 2022 als deutscher Botschafter in Baku amtierte und dem Kuratorium des Forums angehört. In seinem Beitrag ging er auf die Bedeutung des Nowruz-Festes, das für Harmonie und Neubeginn steht, und auf die Perspektiven der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen ein. Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzte Erzbischof Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher, Generalsekretär a.D. der Internationalen Evangelischen Allianz und Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums. Er würdigte die Bedeutung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs sowie die wichtige Rolle Aserbaidschans für gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit.

Foto (von links): Botschafter a.D. Dr. Wolfgang Manig, Erzbischof Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher, Urs Unkauf, Michael Schumann, RA Parvis Yazdani (Geschäftsführer des DAF).


Panamakanal feiert Jubiläum

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Panamas Botschafter Vladimir Franco Sousa (rechts) lud ins Hotel JW Marriott in der Stauffenbergstraße ein, um den 25. Jahrestag des Panamakanals unter panamaischer Verwaltung zu feiern. Zugleich werde das 75-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen seinem Land und der Bundesrepublik Deutschland begangen, erklärte der Missionschef in seiner Grußansprache. Frau Ilya Espino de Marotta (Mitte), stellvertretende Verwalterin des Panamakanals, gab einen Einblick in die Geschichte, die Verwaltung und den Betrieb des 1914 eröffneten Kanals, der die Seestrecke von New York nach San Francisco von 25.000 auf ca. 10.000 Kilometer verkürzt. Im Dezember 1999 wurde er feierlich von den USA an Panama übergeben. Ab 2007 wurde er für noch größte Schiffe ausgebaut, 2016 konnte der erweiterte Panamakanal eingeweiht werden. Die rund 82 Kilometer lange Wasserstraße wird jährlich von rund 14.000 Schiffen passiert und ist Panama wichtigste Einnahmequelle. Annette Walter (links), Beauftragte für Lateinamerika und die Karibik im Auswärtigen Amt, überbrachte der Grüße der Bundesregierung. (fs)

Foto: Rainer Schubert


St. Patrick's Day mit Ministerin

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Irlands Botschafterin Maeve Collins (Foto) empfing ihre Gäste zum traditionellen St. Patrick's Day, dem von Iren in der ganzen Welt gefeierten Nationaltag der Inselrepublik, in der irischen Botschaft in der Jägerstraße nahe am Gendarmenmarkt. Die Missionschefin freute sich, zum Mittagsempfang Irlands Ministerin für Gesundheit, Jennifer Caroll MacNeill, willkommen heißen zu könnnen, die gerade eine Reise durch Deutschland absolviert und dabei München, Frankfurt und Köln besucht hat. Dabei habe sie auch Gespräche mit ihrer deutschen Amtskollegin Nina Warken geführt, berichtete Ministerin MacNeill. Unter den mehr als hundert Gästen waren auch Honorargeneralkonsulin Brigitte Wagner-Halswick aus Bergisch-Gladbach und Honorargeneralkonsul Dr. Wolfgang Häfele aus Stuttgart. Staatssekretär Dr. Bernhard Kotsch vom Auswärtigen Amt gratulierte im Namen der Bundesregierung. (fs)


PalaisPopulaire zeigt neue Ausstellung

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Im PalaisPopulaire der Deutschen Bank Unter den Linden ist mit rund hundert geladenen Gästen die neue Ausstellung "Seeing Words, Reading Images" eröffnet worden. Gezeigt werden ausgewählte Werke aus der Written Art Collection, ergänzt durch Werke aus der Sammlung Deutsche Bank. Der Fokus liegt auf zeitgenössischen Ausdrucksformen von Schreiben und Schrift in der modernen Kunst. Genauer beleuchtet wird die Bedeutung dieser Kunstform als Medium globaler Verständigung und als Raum grenzenloser visueller und textlicher Erzählmöglichkeiten. Die neue Ausstellung wird kuratiert von Marie-Kathrin Krimphoff, Kuratorin Written Art Collection, und Svenja Gräfin von Reichenbach, Direktorin PalaisPopulaire. Zu sehen ist sie noch bis zum 17. August 2026.

Foto: (von links) Marie-Kathrin Krimphoff, Florian Wendt, Leiter Quartier Zukunft und Leiter Corps Diplomatique der Deutschen Bank, Svenja Gräfin v. Reichenbach

PalaisPopulaire, Unter den Linden 5 (neben der Staatsoper), 10117 Berlin, Öffnungszeiten: täglich außer Dienstag 11-18 Uhr, Donnerstag 11-19 Uhr, Eintritt 5 €, montags Eintritt frei

 



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